Vorteile des dualband­filters und seine anwendung

Dieser kleine Kerl hier ist ein Schmuckstück in meiner Zubehörsammlung. Er nennt sich Dualbandfilter und kann ganz erstaunliche Dinge hervorbringen. Er macht Farben sichtbar, die eine Kamera eigentlich gar nicht kontrastreich darstellen kann. Es geht dabei um Farben im Wellenbereich von 500,7 nm (OIII=Sauerstoff) und 656,3nm (H-alpha=Wasserstoff).

Und das macht er ganz einfach, indem er alles Licht außerhalb dieser Bereiche blockiert. Dadurch bekommt die Kamera nur das gewünschte Licht und kann dieses klar und kontrastreich aufnehmen, wie folgendes Beispiel zeigt.

Der Emissionsnebel NGC6888. Weil der Dualbandfilter bei dieser Aufnahme nicht zum Einsatz kam, ist der Nebel nur sehr schwach zu erkennen.

Dies ist eine Aufnahme vom Emissionsnebel NGC6888. Weil der Dualbandfilter bei dieser Aufnahme nicht zum Einsatz kam, ist der Nebel nur sehr schwach zu erkennen. Die Aufnahme kommt auf eine Gesamtbelichtungszeit von 2 Stunden, was nicht viel ist in der Astrofotografie…

Der Emissionsnebel NGC6888. Er zeichnet sich deutlich vom rotnebligen Hintergrund ab und wirkt wie ein Ball im Weltraum.

Dies ist die gleiche Aufnahme vom Emissionsnebel NGC6888, ebenfalls mit einer Gesamtbelichtungszeit von 2 Stunden. Hier ist der Dualbandfilter zum Einsatz gekommen und der Unterschied ist doch schon erstaunlich, oder? Da schwirrt eine Menge Wasserstoff herum, den man auf der anderen Aufnahme ohne Filter gar nicht sieht. Und auch ein bisschen Sauerstoff ist als blaue Farbe gut zu erkennen.

Es gibt natürlich noch eine ganze Reihe von weiteren Filtern, die andere Wellenlängen durchlassen. Nach diesem Grundprinzip arbeitet auch die wissenschaftliche Astronomie um das Vorhandensein gewisser chemischer Elemente nachzuweisen.